Im Oktober 2011 wurde das Direktorat von Prof. Dr. Bo Barker Jørgensen auf Dr. Marcel Kuypers übertragen. Die früher eigenständigen Gruppen Biogeochemie, Mathematische Modellierung und Nutrient wurden zu einer gemeinsamen Biogeochemie-Gruppe zusammenführt. Die Forschung in der neuen, zusammengefassten Gruppe wird weiterhin auf die mikrobiologischen und geochemischen Prozesse abzielen, die die Nährstoff- und Elementenkreisläufe im marinen Umfeld regulieren. Die Wissenschaftler kombinieren dabei neu entwickelte geochemische, mikrobiologische und molekulare Techniken, um die Steuerung dieser Prozesse in der Umwelt zu untersuchen und ihre Auswirkungen auf die globalen biogeochemischen Kreisläufe zu erforschen.
Der verborgene Schwefelkreislauf
Das frühere Mitglied der Biogeochemie-Gruppe Lars Holmkvist hat kürzlich einen Artikel in Geochimica et Cosmochimica Acta (v75, p3581-3599) mit dem Titel "A cryptic sulfur cycle driven by iron in the methane zone of marine sediment (Aarhus Bay, Denmark)" veröffentlicht.
Zusammen mit
Bo Barker Jørgensen (MPI für Marine Mikrobiologie, Bremen & Center für Geomikrobiologie, Aarhus) und
Tim Ferdelman zeigt Holmkvist, wie eine Kombination von gut untersuchten Reaktionen zwischen Schwefel, Eisen und Kohlenstoff die Bildung von Sulfat in der Tiefe fördern und somit einen kryptischen Schwefelkreislauf antreiben kann. Die nacheiszeitlichen Sedimente, die unter dem gegenwärtlichen Meeressediment liegen, sorgen durch ihren hohen Eisengehalt für eine starke Reoxidation von Sulfid im Sediment, wie die Wissenschaftler in der Bucht von Aarhus beobachten konnten.
Lars Holmkvist ist nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Danish Technological Institute in der Life Science Division beschäftigt.
Kürzlich in ISME veröffentlicht
In der September-Ausgabe haben die Grupenmitglieder Rachel Foster, Marcel Kuypers, Tomas Vagner und Niculina Musat zusammen mit ihren Kooperationspartnern Ryan Paerl und Jonathan Zehr von der Universität von Kalifornien, Santa Cruz, ihren Forschungsartikel „Nitrogen fixation and transfer in open ocean diatom-cyanobacterial symbioses“ veröffentlicht. Dieser
Artikel ist frei zugänglich.
In der Oktober-Ausgabe hat das frühere Gruppenmitglied Marlene Jensen zusammen mit ihren Kollegen vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, der Universität Aarhus, des Instituts für Küstenforschung (Geesthacht), der Universität Hamburg und der Radbound Universität Nijmegen ihren Artikel „Intensive nitrogen loss over the Omani Shelf due to anammox coupled with dissimilatory nitrite reduction to ammonium“.
Dieser
Artikel kann online gelesen werden (Abonnement erforderlich).