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Am 13. Juli 2006 um 12.00 Uhr wird die Ausstellung "Expedition Informatik" im Haus der Wissenschaft eröffnet. Bis zum 26. August haben interessierte Gäste die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.



Beiträge des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie zum Jahr der Informatik 2006 und der Nacht der Informatik


Die marine Umweltgenomik beschäftigt sich mit der Analyse der Erbinformation von Bakterien in den Weltmeeren. Diese mikroskopisch kleinen Organismen sind wahre Weltmeister in der optimalen Nutzung von Nahrung und dem Abbau chemischer Verbindungen. Deren Leistungen sind für das Ökosystem Erde von entscheidender Bedeutung. Beispiele dazu sind die Verwertung des Treibhausgases Methan am Meeresboden welche verhindert dass es die Atmosphäre erreicht sowie der Abbau schädlicher Substanzen aus z.B. Schiffsunfällen.

Bei der Erforschung der Bakterien gibt es noch viel zu tun. Nach heutigen Schätzungen sind derzeit weniger als 1% der in der Umwelt beheimateten Bakterien überhaupt bekannt. Und bei deren näherer Untersuchung hat sich herausgestellt, dass fast 50% ihrer Erbinformation aus Genen für bisher unbekannte Enzyme besteht. Daher liegt in den Genomen von Umweltmikroben nach wie vor ein riesiges Potenzial an bisher unentdeckten Eigenschaften verborgen.

Im folgenden werden zwei interaktive Computerspiele vorgestellt, die einen spielerischen Einblick in dieses neue spannende Forschungsgebiet zeigen.

Vlnr: Exponat im Haus der Wissenschaft, Wolfgang Hankeln, erste Benutzer, Hans Hamm.

Umweltgenomik auf hoher See

Erklärender Postertext zum Spiel 1
"Umweltgenomik auf hoher See"

Max-Planck Institut für marine Mikrobiologie
www.mpi-bremen.de
Arbeitsgruppe Mikrobielle Genomik von Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner - Software-Entwickler: Hans Hamm


Tankerlecks und Chemieabfälle bedrohen die Umwelt. Forscher haben Mikroorganismen entdeckt, die zum Glück viele dieser Schadstoffe zersetzen. Wie das genau funktioniert, muss genau erforscht werden.

Du bist Matrose auf einem Forschungsschiff, das durch die Weltmeere kreuzt. Eure Aufgabe ist es, wichtige Proben aus dem Meer auf Bakterien zu untersuchen. Leider hat eine mysteriöse Lebensmittelvergiftung die gesamte Crew und die Forscher lahm gelegt.

Die Zeit drängt, finde selbst heraus, was mit dem Meer los ist. Die Proben sind sehr wichtig.

Auf dem Forschungsschiff Heincke bist Du unterwegs, um die Umweltproben zu sammeln. Ein Stück Meeresboden wird gewonnen...... und gleich untersucht.

Hier gibt es Informationen zur Forschung am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie
www.microbial-genomics.de


Rückfragen an Manfred Schlösser, 0421-2028704 mschloesmpi-bremen.de

Zugehörige Textdatei Umweltgenomik

Genomexplorer: Die Tricks der Bakterien erforschen

Erklärender Postertext zu Spiel 2: Genomexplorer

Max-Planck Institut für marine Mikrobiologie - www.mpi-bremen.de
Arbeitsgruppe Mikrobielle Genomik von Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner - Software-Entwickler: Wolfgang Hankeln


Bakterien sind zwar klein und nur mit Hilfe eines starken Mikroskops zu sehen, aber sie sind fast überall zu finden. Sie sind die Weltmeister im Überleben in extremen Lebensräumen. Die meisten Bakterien steuern lebenserhaltende Prozesse auf der Erde, die unsere Umwelt entscheidend prägen. Man schätzt, dass es etwa 10 hoch 30 dieser Kleinstlebewesen gibt.

Finde mit dem Genomexplorer heraus, wie das Genom bestimmter Bakterien aufgebaut ist. Die Daten dazu kommen aus dem Computer. Forscher bringen mit ihren Bioinformatik-Programmen Sinn in die sinnlos erscheinende Abfolge von G, A, T, und C



Viele Genomdatenbanken sind öffentlich zugänglich. Du findest Du sie im Internet.
www.microbial-genomics.de

Mit lichtstarken Mikroskopen werden die Bakterien sichtbar. Aber so sehen die Roh-Daten aus dem DNA-Sequenzer aus.........und so sieht das von Bioinformatikern zugeordnete Genom aus.

Mehr als sechs Milliarden Menschen leben auf der Erde.....also so viel wie Einzeller wie in einem Fingerhut voll Meeresboden. Manche Mikroorganismen haben einen eingebauten Lichtschutz. Sie produzieren rote Fabrpigmente, um sich vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne zu schützen.


Rückfragen an Manfred Schlösser, 0421-2028704 mschloesmpi-bremen.de

Zugehörige Textdatei Genomexplorer