
Was auf den ersten Blick unspektakulär aussieht, verbirgt ein komplexes System von Prozessen, die einen entscheidenden Beitrag zum Weltklima beisteuern. Schicht um Schicht bilden Reste abgestorbener Lebewesen diese Sedimente. Aber nicht alles bleibt einfach liegen. Besondere Kleinstlebewesen haben sich darauf spezialisiert, diese energiereiche Nahrung zu verwerten. Dabei setzen sie bestimmte Bausteine dieser organischen Materie frei und führen sie wieder zurück in die Umwelt.
Schwefelverbindungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Jørgensens Verdienst ist es, wesentliche Elemente dieses Kreislaufs und seiner vielfältigen Vernetzungen mit anderen globalen Zyklen entschlüsselt zu haben.
Seit 1992 ist er Direktor des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen, das in den letzten Jahren zu den führenden Meeresforschungsinstituten weltweit wurde. Zitat aus der Begründung der Jury: "Bo Barker Jørgensens qualitative und quantitative Beschreibung des mikrobiellen Schwefelkreislaufs in marinen Sedimenten revolutionierte die mikrobielle Ökologie und aquatische Mikrobiologie.... Zusammen mit seinen Kollegen hat er die limitierende Rolle der molekularen Diffusion für die Geschwindigkeiten der einzelnen Prozesse erkannt und bewiesen."
Weitere Informationen hier:
http://www.int-res.com/eci/eciprize.html
oder vom Pressesprecher
Dr. Manfred Schlösser
Max Planck Institute for Marine Microbiology
Celsiusstr. 1
D-28359 Bremen