Der globale Klimawandel wird wahrscheinlich schon in naher Zukunft dazu führen, dass sich die Sauerstoffminimumzonen der Ozeane weiter ausbreiten, sich die atmosphärischen Nährstoffablagerungen erhöhen und eine Versauerung der Ozeanoberflächen eintritt. Deshalb ist es notwendig die Stoffwechselwege, die Interaktionen und Regulationsmechanismen der mikrobiellen Prozesse in der Wassersäule und im Sediment zu verstehen. Denn die Aktivitäten der Mikroorganismen kontrollieren maßgeblich die marinen Stoffkreisläufe. Zur quantitativen Erfassung der mikrobiellen Stoffumsetzungen werden chemische, mikro- und molekularbiologische wie auch mathematische Methoden gemeinsam angewendet. NanoSIMS-Technologie befähigt, einzelne Mikroorganismen in einer komplexen Gemeinschaft zu identifizieren und deren zelluläre Substrataufnahmeraten und Nährstofflüsse zu errechnen.