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Antje Boetius erhält Orden Pour le Mérite und Großes Verdienstkreuz mit Stern

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Jun 1, 2026

Tiefsee- und Polarforscherin Antje Boetius ist mit gleich zwei der bedeutendsten deutschen Auszeichnungen geehrt worden: dem Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste sowie dem Großen Verdienstkreuz mit Stern. Die Ehrungen würdigen ihre herausragenden Leistungen in der Meeresforschung.

Ordensmitglieder
Die im Jahr 2025 zugewählten Ordensmitglieder erhielten am 31. Mai 2026 in der Öffentlichen Sitzung des Ordens im Konzerthaus Berlin ihre großen Ordenszeichen.
(v.l.n.r. George Didi-Huberman, Wolf Biermann, Sarah Stroumsa, der Ordenskanzler Hermann Parzinger, Christoph Markschies, Péter Nádas, Uğur Şahin und Antje Boetius) © Andreas Amann, Fotografenmeister

Der Orden Pour le Mérite zählt zu den angesehensten Auszeichnungen für Wissenschaft und Kunst in Deutschland. Das Große Verdienstkreuz mit Stern gehört zu den höchsten staatlichen Orden der Bundesrepublik. Beide Auszeichnungen unterstreichen die internationale Bedeutung von Boetius' Forschung zu den Polarregionen und den Ozeanen sowie ihren langjährigen Beitrag zur Wissenschaft. Antje Boetius ist Kooperationsprofessorin der Universität Bremen und Principal Investigator am Exzellenzcluster „Der Ozeanboden“, der an der Universität Bremen durch das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften koordiniert wird.

„Über diese besondere Auszeichnung freue ich mich sehr. Es ist ein großes Geschenk, mit den Ordensmitgliedern Zeit verbringen zu dürfen, um sich über Kunst und Wissenschaft in der Welt auszutauschen. Gerade weil ich seit einem Jahr am Pazifik lebe, ist mir der Zugang zu dieser ehrwürdigen deutschen Tradition und Institution mit ihren vielfältigen Mitgliedern eine Bereicherung“, sagt Antje Boetius zu ihrer Aufnahme in den Orden Pour le Mérite.

Zur Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern erklärt sie: „Es ist mir eine besondere Ehre, das große Verdienstkreuz von unserem Bundespräsidenten persönlich ausgehändigt zu bekommen. Diese schöne Anerkennung der Wissenschaft und speziell auch der Polar- und Meeresforschung teile ich mit meinen vielen Wegbegleitern der letzten Jahre, angefangen mit der Freien Hansestadt Bremen mit Bremerhaven und umzu, bis zum Nord- und Südpol.“

Die Rektorin der Universität Bremen, Jutta Günther, freut sich sehr. „Ich gratuliere Antje Boetius sehr herzlich zu den beiden herausragenden Ehrungen, die ihre großen Verdienste für die Wissenschaft und die Gesellschaft unterstreichen. Ihre wissenschaftlichen Spitzenleistungen und ihr großes Engagement für den Schutz der Meere sind für uns alle vorbildhaft. Wir wünschen Antje Boetius alles erdenklich Gute und dass ihre wichtige Stimme weiterhin Gehör findet.“

Antje Boetius zählt zu den international renommiertesten Meeresforscherinnen. Ihre Forschung hat das Verständnis der biologischen Vielfalt und der Stoffkreisläufe in den Ozeanen entscheidend erweitert. Antje Boetius hat für Ihre Studien an rund 50 Expeditionen auf internationalen Forschungsschiffen teilgenommen. Sie beschäftigt sich derzeit vor allem mit Fragen der Auswirkungen des Klimawandels auf die Biogeochemie und Biodiversität des Pazifischen Ozeans.

Seit Mai 2025 ist Antje Boetius Präsidentin des Monterey Bay Aquarium Research Instituts (MBARI) in Kalifornien, USA. Sie ist zudem Adjunct Professor des Ocean Departments in der Doerr School of Sustainability der Stanford Universität sowie Auswärtiges Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Von 2017 bis 2025 war sie Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung, mit dem die Universität Bremen eng verbunden ist. Zudem ist sie dem Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie seit mehr als 25 Jahren eng verbunden und leitete dort für viele Jahre die Forschungsgruppe für Tiefseeökologie und -technologie.

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