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Otto-Hahn-Medaille für Greta Reintjes

13.06.2018

Für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit über den bakteriellen Kohlenstoffumsatz im Meer wird MPI-Forscherin Dr. Greta Reintjes die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft verliehen. Die Verleihung erfolgt im Rahmen der MPG-Jahreshauptversammlung am 13. Juni 2018 in Heidelberg.

 

Gre­ta Reint­jes un­ter­such­te in ih­rer Dok­tor­ar­beit, wie phylogenetische (stammesgeschichtliche) und funktionelle Unterschiede in mikrobiellen Gemeinschaften den bakteriellen Kohlenstoffumsatz in den Ozeanen beeinflussen. Sie ent­wi­ckel­te zudem Me­tho­den, um an Bord ei­nes For­schungs­schif­fes die Viel­falt der Mikroben im Was­ser schnel­ler be­stim­men zu kön­nen und er­forsch­te die Ver­tei­lungs­mus­ter und Zu­sam­men­set­zung ver­schie­de­ner Bak­te­ri­en­ge­mein­schaf­ten im Atlantik. Ihre Pro­mo­ti­on schloss Reint­jes 2017 mit der Note „Sum­ma cum Lau­de“ ab.

„Die Er­geb­nis­se mei­ner Dok­tor­ar­beit tra­gen dazu bei, die Rol­le ma­ri­ner Mi­kro­or­ga­nis­men im glo­ba­len Koh­len­stoff­kreis­lauf bes­ser zu ver­ste­hen”, er­klärt Reint­jes. In den letzten Jahren ist die Bedeutung von sogenannten Mikrobiomen immer klarer geworden – den Gemeinschaften von Mikroorganismen, die ein bestimmtes Ökosystem besiedeln. „Ich möchte die Struktur und Funktion dieser Mikrobiome besser verstehen, insbesondere die Rolle der Mikroorganismen in den lokalen und globalen biochemischen Kreisläufen.“

Greta Reintjes
Greta Reintjes (© MPIMM)

Otto-Hahn-Medaille

In diesem Jahr ehrt die Max-Planck-Gesellschaft zum vierzigsten Mal ihre besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit der Otto-Hahn-Medaille. Durch die Medaille, die mit 7.500 Euro dotiert ist, sollen die Preisträger zu einer Karriere in der Forschung motiviert werden.

Otto Hahn steht mit seinem eigenen Lebensweg wie wenige andere für wissenschaftliche Exzellenz und das persönliche und gesellschaftliche Ringen um Fortschritt. Mit Ende zwanzig begann Otto Hahn die äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit Lise Meitner, die zur Entdeckung der Kernspaltung führte,
für die er 1944 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Als Präsident nahm er sich ab 1946 erfolgreich dem Umbau der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in die Max-Planck-Gesellschaft an.

Mit der Otto-Hahn-Medaille ehrt die Max-Planck-Gesellschaft ihre besten Doktorandinnen und Doktoranden. Besonders begabte NachwuchswissenschaftlerInnen sollen so zu einer Hochschul- oder Forscherkarriere motiviert werden. „Mich motivieren meine Neugierde und mein Wunsch, natürliche Muster zu entschlüsseln und ihre biologische Bedeutung zu erschließen“, so Reintjes. Nach Ende ihrer Tätigkeit am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie zieht es sie nach Kanada, wo sie sich auch mit dem menschliche Mikrobiome beschäftigen wird. „Langfristig möchte ich eine eigene Forschungsgruppe aufbauen.“

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