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Abteilungen
Abteilung Biogeochemie
Die Abteilung Biogeochemie unter der Leitung von Prof. Dr. Marcel Kuypers beschäftigt sich mit den mikrobiellen und geochemischen Prozessen, die die bioaktiven Stoffkreisläufe im Meer steuern. Mit Hilfe einer Vielzahl von Methoden aus der Geochemie, Mikrobiologie und Modellierung untersuchen die Forscher der Abteilung Biogeochemie, wie diese Prozesse funktionieren und sich global auswirken.
Sie wollen jene mikrobiell beeinflussten Vorgänge genau verstehen, die den Ozean und das Klima formen und unverzichtbar für Vorhersagen zukünftiger Veränderungen sind.
Forschungsgruppen:
Biogeochemie
Treibhausgase
Mikrobielle Physiologie
Abteilung Molekulare Ökologie
In der Abteilung Molekulare Ökologie wird unter der Leitung von Prof. Dr. Rudolf Amann in verschiedensten Ökosystemen geforscht – in benthischen Lebensräumen, von den permeablen Küstensedimenten bis zu den Hydrothermalquellen der Tiefsee, ebenso wie in pelagischen Gebieten, vom Schelf bis in den offenen Ozean.
Ein Schwerpunkt der Forschung liegt dabei auf der Nordsee und dem Wattenmeer.
Forschungsgruppen:
Molekulare Ökologie
Durchflusszytometrie
Abteilung Symbiose
Die Abteilung Symbiose unter der Leitung von Prof. Dr. Nicole Dubilier untersucht die Biologie und Ökologie der engen Verbindungen von Bakterien und Eukaryoten.
Der Schwerpunkt liegt auf marinen Invertebraten, die in chemosynthetischen Habitaten wie den Hydrothermalquellen, kalten Quellen und den sulfidreichen Küstensedimenten leben.
Forschungsgruppe:
Metabolische Interaktionen
Abteilung für Ozean-Biosphäre-Dynamik
Die Abteilung für Ozean-Biosphäre-Dynamik, unter der Leitung von Prof. Dr. Tatiana Ilyina, erforscht den Kohlenstoffkreislauf im Ozean, die Dynamik der Meeresbiosphäre und deren Wechselwirkungen mit dem Erdklima über Zeitskalen von Jahren bis hin zu Jahrtausenden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Modellierung der Rolle mariner Mikroorganismen bei der Regulierung der Kohlenstoffspeicherung im Ozean und biogeochemischer Prozesse. Durch die Verknüpfung mikrobiologischer Beobachtungen mit Erdsystemmodellen verbessern wir das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Klima und Kohlenstoffkreislauf und verfeinern die Vorhersagen zur Kohlenstoffdynamik im Ozean sowie zum künftigen Klimawandel.
Max-Planck-Forschungsgruppe Protisten-Virologie
Seit Januar 2025 besteht die neue Max-Planck-Forschungsgruppe Protisten-Virologie an unserem Institut. Unter der Leitung von Dr. Matthias Fischer erkunden die Forschenden die Biologie von Riesenviren und deren Parasiten.
ERC-Forschungsgruppe für Ökologische Genomik
Die ERC-Forschungsgruppe für Ökologische Genomik unter der Leitung von Dr. Luis Orellana erforscht die Vielfalt, Funktionen und evolutionären Wechselwirkungen mariner Mikroben. Durch den Einsatz moderner Omics- und Bildgebungsverfahren entschlüsseln wir die genetischen Grundlagen mikrobieller Prozesse – mit besonderem Fokus auf jenen Bakterien, die zur Gesundheit von Algen und zur marinen Kohlenstoffspeicherung beitragen.
HGF-MPG Brückengruppe für Tiefsee-Ökologie und -Technologie
Die HGF-MPG Brückengruppe für Tiefsee-Ökologie und -Technologie unter der Leitung von Prof. Dr. Antje Boetius beschäftigt sich mit der Struktur, der Dynamik und der Entstehung unterschiedlicher mikrobieller Habitate. Diese Habitate reichen von Gezeitenzonen und sandigen Sedimenten über Korallenriffe bis zu Methan-Quellen, Schlammvulkanen und Tiefseeböden. Neu entwickelte Meerestechnologien helfen, wichtige habitatprägende Faktoren, zum Beispiel Stofftransport und Energiefluss, sowohl in situ wie auch experimentell zu untersuchen.
Die Tiefsee-Brückengruppe des MPIMM und des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven vereint die beeindruckenden Möglichkeiten des AWI im Bereich der Erforschung polarer Lebensräume und der Tiefsee-Langzeitbeobachtungen mit der Expertise des MPIMM auf dem Gebiet der marinen Mikrobiologie, der molekularbiologischen Methodenentwicklung sowie der in situ-Sensorik.
HIFMB-MPG-Brückengruppe Marine Omics
Die HIFMB-MPG-Brückengruppe Marine Omics unter der Leitung von Prof. Dr. A. Murat Eren ist eine Kooperation mit dem dem Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg und beschäftigt sich mit mehreren neuartigen biologischen Methoden, die alle die Endung „-omik“ tragen – etwa Genomik, Metagenomik, Metatranscriptomik, Pangenomik oder Phylogenomik. Zusammengenommen ermöglichen diese Methoden eine detaillierte Beschreibung der Ökologie und Evolution von Organismen im Labor oder in ihrer natürlichen Umgebung durch molekulare Untersuchungen.
Emmy-Noether-Forschungsgruppe für Organoschwefel-Kreislauf
Die Emmy-Noether-Forschungsgruppe für Organoschwefel-Kreislauf unter der Leitung von Dr. Eileen Kröber beschäftigt sich mit organischen Schwefelverbindungen, welche in unseren Meeren produziert werden und eine wichtige Rolle beim Klimawandel spielen. Diese Verbindungen entstehen in großen Mengen in Seegraswiesen, Mangroven und Korallenriffen – Lebensräume, in denen viele Würmer und Muscheln ihre Nahrung mithilfe symbiotischer Bakterien gewinnen.
Minerva Fast Track Forschungsgruppe für übertragbare marine Krebserkrankungen
Die von Dr. Alicia L. Bruzos geleitete Minerva Fast Track Forschungsgruppe für übertragbare marine Krebserkrankungen untersucht, wie Krebszellen ansteckend werden und sich unter Muscheln im Meer ausbreiten können. Sie kombinieren Feldforschung und Experimente, molekulare Techniken und Multi-Omics, um die ökologische und evolutionäre Dynamik dieser ungewöhnlichen Krebserkrankungen zu verstehen, die unsere Definitionen von Krebs und dessen Übertragung in Frage stellen.
ICBM-MPI Brückengruppe für Marine Geochemie
Die Brückengruppe für Marine Geochemie unter Leitung von Prof. Dr. Thorsten Dittmar und in Zusammenarbeit mit dem ICBM in Oldenburg strebt nach einem besseren Verständnis der globalen Elementkreisläufe mit Hilfe molekularer Techniken. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung gelösten organischen Materials (DOM). Die Beziehung zwischen Struktur und Funktion von gelöstem und anderem organischen Material ist der Schlüssel zu wichtigen Erkenntnissen über die Gegenwart und Zukunft unserer Erde.
Jüngste Fortschritte in der analytischen Chemie erlauben die Charakterisierung von DOM auf molekularem Niveau in bisher ungekannter Genauigkeit und eröffnen neuartige Einblicke in dessen Quellen und Geschichte.