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Jean-Baptiste Raina wird Direktor am Max-Plank-Institut für Marine Mikrobiologie

03.03.2026

Der Ökologe Jean-Baptiste Raina wird ab Juni 2026 am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in einer neuen Abteilung die Wechselwirkungen von Mikroorganismen auf kleinstem Raum untersuchen und wie sie das Leben im Meer beeinflussen. Wir heißen ihn und seine Gruppe herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Unser Generationswechsel geht weiter: Im Juni 2026 wird Jean-Baptiste Raina sein Amt als Direktor des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie (MPIMM) antreten. Der 40-jährige Raina verstärkt damit unser Direktorium und erweitert unser Forschungsportfolio um den Bereich der chemischen Ökologie. Er will zentrale mikrobielle Wechselwirkungen im Meer erforschen und besser verstehen, wie diese die Gesundheit und Produktivität mariner Ökosysteme beeinflussen.

„Es ist eine große Auszeichnung, einen so renommierten Forscher gewonnen zu haben“, sagt Rudolf Amann, Geschäftsführender Direktor des MPIMM. „Rainas Interessen und Aktivitäten ergänzen hervorragend die aktuellen Forschungsschwerpunkte unseres Instituts. Mit seinem freundlichen und offenen Wesen wird er außerdem eine wertvolle Bereicherung für unser Team und unsere nächste Generation von Forschenden sein.“

Brückenschlag zwischen Mikrobiologie, Chemie und Biophysik im Meer

Jean-Baptiste Raina ist Meeresbiologe und arbeitet an der Schnittstelle von Mikrobiologie, chemischer Ökologie und Biophysik. Der gebürtige Franzose promovierte in Australien und erhielt dort anschließend mehrere Stipendien, sodass er fast zwei Jahrzehnte lang in Australien forschte, überwiegend an der University of Technology in Sydney. Zuletzt arbeitete er am CNRS in Perpignan in Frankreich.

In seiner neuen Abteilung in Bremen wird sich Raina vor allem mit den Wechselbeziehungen von Meeresbewohnern und ihren mikrobiellen Symbionten in einer Größenordnung von nur wenigen Mikrometern beschäftigen – um besser zu verstehen, wie diese Mikroorganismen funktionieren und wie sie ihren Lebensraum beeinflussen. „Die Arbeit in diesem winzigen Größenbereich ist sehr anspruchsvoll, weil er millionenfach kleiner ist als der der meisten gängigen Beprobungs-Methoden in der Meeresmikrobiologie“, erklärt Raina. Deswegen hat er selbst eine Reihe innovativer Methoden entwickelt und eingesetzt, die Umweltmikrobiologie, chemische Ökologie und Biophysik kombinieren, um mikrobielle Wechselwirkungen im Mikromaßstab zu entschlüsseln. Indem er die Lücke zwischen Mikrobiologie und Meereschemie durch In-situ-Beobachtungen – direkt im Meer – überbrückt, entschlüsselt Raina in seiner Forschung komplexe Verhaltensweisen zwischen Mikroorganismen und liefert neue Methoden zur Untersuchung von Symbiosen im Ozean.

„Dank meines fachübergreifenden Hintergrunds, meiner langjährigen Erfahrung in Forschung, Projektmanagement und Betreuung sowie meinem breiten Netzwerk an Kooperationspartnern bringe ich das Fachwissen und die Erfahrung mit, um als Direktor innovative Forschungsprojekte zu leiten. Meine Abteilung wird sich darauf konzentrieren, wichtige mikrobielle Wechselwirkungen zu identifizieren, ihre Wirkungen auf Einzelzellebene zu messen und ihre Einflüsse auf marine Ökosysteme zu beurteilen. In der aktuellen Phase meiner Karriere kann ich mir keinen besseren Ort vorstellen als das MPIMM, um meine Forschungen zu diesen Themen voranzutreiben. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Gelegenheit bekommen habe und freue mich sehr auf die vor mir liegenden Aufgaben“, schließt Raina.

JB Raina Portraitbild
Jean-Baptiste Raina (© Emmanuelle Botté)

Das derzeitige Direktorium des Max-Planck-Instituts sowie alle Mitarbeitenden heißen Jean-Baptiste Raina und seine Forschungsgruppe herzlich willkommen!

Rückfragen bitte an:

Pressereferentin

Dr. Fanni Aspetsberger

MPI für Marine Mikrobiologie
Celsiusstr. 1
D-28359 Bremen

Raum: 

1345

Telefon: 

+49 421 2028-9470

Dr. Fanni Aspetsberger
 
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