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  • 12.10.2010 Weblog FS METEOR im Atlantik

12.10.2010 Weblog FS METEOR im Atlantik

Weblog METEOR 82_3
Neue Hydrothermalquelle entdeckt
Mitten im Atlantik, nahe der Azoren, an dem Unterwasservulkan Menez Gwen, floriert das Leben an heißen Hydrothermalquellen. Verfolgen Sie hier auf den Seiten des Hamburger Abendblatts die Berichte der Wissenschaftler an Bord! Neuer Videoblog-Eintrag online! Folge 6: Und Tschüss!
 
Weblog von Bord der FS METEOR
Verfolgen Sie die Blogs auf den Seiten des Hamburger Abendblatts und schauen Sie sich die Videos der Meeresforscher an, in denen sie von der Meteorausfahrt M823-3 berichten.

Mitten im Atlantik, nahe der Azoren, an dem Unterwasservulkan Menez Gwen, floriert das Leben an heißen Hydrothermalquellen. Die Erforschung dieser heißen Quellen ist das Ziel von 30 Meeresforschern aus Hamburg, Bremen, Kiel und Frankreich, die am 6. September mit dem deutschen Forschungsschiff METEOR auslaufen. Die Expedition wird vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften Bremen finanziert. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Nicole Dubilier, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen, werden die Wissenschaftler die heißen Quellen und das Leben um sie herum mit dem Tauchroboter MARUM-Quest erkunden. Einer der Fragen, die das Team beantworten möchte, ist warum die Hydrothermalquellen in diesem Gebiet so viel Methan, ein sehr potentes Treibhausgas, ausstoßen. Ein weiterer wichtiger Forschungsschwerpunkt sind die an den heißen Quellen lebenden Tiefseemuscheln, die in ihren Kiemen symbiontische Bakterien beherbergen, die das Methan als Nahrung für ihre Wirte benutzen können.
Aktuelle Schiffsposition hier.
Dr. Nicole Dubilier vom Bremer Max-Planck-institut für Marine Mikrobiologie ist wissenschaftliche Leiterin des Projekts.
6. September 2010
Zweiter Videoblog (Autor Dennis Fink, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie)
..und alle weiteren Blog und Videoblogs hier.

1. Videoblog 6. September 2010

Neues vom Peildeck
Folge 1: Aufbruch
Autor: Dennis Fink vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
 

1. Blog 6. September 2010

Azoren, 6. September 2010

Es geht endlich los!

Nach Monaten der Vorbereitung geht es heute endlich los! Wir fahren mit Volldampf von Ponta Delgada auf den Azoren in unser Arbeitsgebiet, den Unterwasservulkan Menez Gwen mitten im Atlantik bei 37° Nord. Wir, das sind 29 Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und Portugal, die fünf Wochen auf dem deutschen Forschungsschiff FS Meteor unterwegs sein werden. Finanziert vom Bremer Forschungsinstitut MARUM, unter der Fahrtleitung von Dr. Nicole Dubilier vom Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen, ist das Ziel unserer Fahrt, die in 850 Meter Wassertiefe liegenden Quellen, aus denen giftige Gase mit bis zu 300°C sprudeln, zu erforschen. Unser Hauptarbeitsgerät ist der Tauchroboter MARUM-Quest, auch ROV für Remotely Operated Vehicle. Er ist ausgestattet mit Greifarmen zum Sammeln unserer Proben und Kameras, mit denen Live-Bilder aus der Tiefsee an Bord geschickt werden, die uns das Gefühl geben, dass wir selber im Tauchboot in der Tiefsee sitzen.

Wir sind bereits drei Tage vor dem Auslaufen nach Ponta Delgada auf den Azoren geflogen um die Container mit unserer wissenschaftlichen Ausrüstung und dem Tauchroboter MARUM-Quest auszuladen und auf die Meteor zu bringen. Etwa 150 tatsächliche und mindestens gefühlte 1000 Kisten mussten von den Wissenschaftlern auf die verschiedenen Labore verteilt und ausgepackt werden, während die Quest Mannschaft das ROV aufgebaut und tauchklar gemacht hat. Unmittelbar vor dem Auslaufen wurde es noch einmal richtig spannend. Eine äußerst wichtige Luftfrachtsendung unserer Kollegen von der amerikanischen Harvard Universität, auf die wir seit Tagen warteten, war verschollen. Nach endlosen Telefonaten stellte sich heraus, dass sie am Flughafenzoll festhing. Zum Glück kommt eine unserer Fahrteilnehmerinnen, Dr. Ana Colaço, von den Azoren. Ana ist sofort in ein Taxi gesprungen, zum Zoll gefahren und hat wie sie sagt, ihre gesammelten weiblichen Überredungskünste anwenden müssen, um die Sendung freizubekommen. Damit war es aber noch nicht getan. Ana musste mit den Zollpapieren für die Sendung zurück zur Meteor fahren, am Schiff abstempeln lassen, wieder mit dem Taxi zum Zoll fahren, die Papiere abgeben und konnte erst dann endlich mit dem Paket zum Schiff zurückkehren. So gesehen, war es kaum der Rede wert, dass wir lediglich zwei Stunden später als geplant ausgelaufen sind, und nun sind wir gute Dinge, dass auch der Rest unserer Fahrt ähnlich erfolgreich, wenn gerne auch etwas weniger nervenaufreibend erfolgen wird.

Nicole Dubilier
 
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