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Wissenschaftler Benedikt Geier gewinnt den MSI Award @ImaBiotech

23.11.2018

Benedikt Geier, Doktorand in der Abteilung Symbiose am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, erhält den diesjährigen MSI Award für seine innovative Methode zur Visualisierung und Erforschung von Symbiosen.

Bild: Preisträger Benedikt Geier (rechts) und Manuel Liebeke vor dem MALDI-MS, das im Zentrum der nun ausgezeichneten Methode steht. (MPIMM/F. Aspetsberger)
Preisträger Benedikt Geier (rechts) und Manuel Liebeke vor dem MALDI-MS, das im Zentrum der nun ausgezeichneten Methode steht. (MPIMM/F. Aspetsberger)

Der MSI-Award wird jährlich von ImaBiotech, einem Dienstleister in der Pharmazieforschung, verliehen und ehrt herausragende wissenschaftliche Ideen oder Arbeiten, die durch bildgebende Verfahren mit einem Massenspektrometer (Mass spectrometry imaging, MSI) erzielt wurden.

Geier erhält die Auszeichnung für eine sogenannte „Korrelative Imaging Pipeline“. Diese ermöglicht es, dieselbe Probe bzw. denselben Gewebeschnitt mit mehreren bildgebenden Verfahren zu untersuchen. „Dadurch kann man beispielsweise die Partner einer Symbiose mittels Fluoreszenzmikroskopie sichtbar machen und gleichzeitig deren Moleküle mittels Massenspektrometrie-Bildgebung visualisieren“, erklärt Geier.

Geier untersucht das enge Zusammenleben von Bakterien und Muscheln in der Tiefsee. Dabei interessiert ihn besonders die enge Vernetzung des Stoffwechsels und die chemische Kommunikation zwischen Bakterien und Tier. Seine nun ausgezeichnete Kombination verschiedener Methoden bietet eine neue Perspektive, um die chemischen Prozesse den jeweiligen Partnern der Symbiose zuzuordnen und somit deren Rolle innerhalb der Symbiose zu verstehen.  

„Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt, Preisträger des diesjährigen MSI-Awards zu sein“, so Geier. „Das wäre nicht möglich gewesen ohne stete Unterstützung meiner Kolleginnen, Kollegen und Freunde. Ich bedanke mich besonders bei Manuel Liebeke für seine hervorragende Betreuung und bei unserer Abteilungsleiterin und Institutsdirektorin Nicole Dubilier für ihre stete Unterstützung bei den vielen Abenteuern, die wir während unser Methodenentwicklung erlebt haben.“

MSI (links) zeigt die räumliche Verteilung unterschiedlich gefärbter Stoffwechselprodukte, während die Fluoreszenzmarkierung (rechts) die Verteilung von Bakterienzellen und Wirtsgewebe zeigt. Die Übereinstimmung beider Bilder ermöglicht die Zuordnung von symbiotischen Partnern und deren Stoffwechselprodukten. (MPIMM/B. Geier)
MSI (links) zeigt die räumliche Verteilung unterschiedlich gefärbter Stoffwechselprodukte, während die Fluoreszenzmarkierung (rechts) die Verteilung von Bakterienzellen und Wirtsgewebe zeigt. Die Übereinstimmung beider Bilder ermöglicht die Zuordnung von symbiotischen Partnern und deren Stoffwechselprodukten. (MPIMM/B. Geier)

"Benedikts Arbeit eröffnet uns neue Möglichkeiten, Wechselwirkungen des Stoffwechsels auf Zell-Ebene zu untersuchen", erklärt Liebeke, Leiter der Forschungsgruppe Metabolische Interaktionen. "Unser Team verwendet die Methode, um zu verstehen, wie symbiotische Mikroben in einem Tier leben und kommunizieren, indem wir Hunderte von Stoffwechselprodukten von einer Fläche von nur wenigen Quadratmikrometern messen."

Der MSI-Award wurde bereits zum fünftem Mal auf der MSI-Konferenz OurCon verliehen, die in diesem Jahr erstmalig gemeinsam von der amerikanischen Imaging Mass Spectrometry Society (IMSS) und europäischen Mass Spectrometry Imaging Society (MSIS) veranstaltet wurde. Die Konferenz fand von 11. bis 14. November 2018 in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina statt. Die Auszeichnung ist mit 5000 US-Dollar dotiert.

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