Seitenpfad:

Forschungsgruppe Biogeochemie

Carbon and Nutrient Cycles (c) Soeren Ahmerkamp

In der Bio­geo­che­mie er­for­schen wir mi­kro­bi­el­le und geo­che­mi­sche Pro­zes­se, die die Stoff­kreis­läu­fe bio­lo­gisch re­le­van­ter Ele­men­te im Meer steu­ern. Wir nut­zen geo­che­mi­sche, mi­kro­bi­el­le und mo­le­ku­lar­bio­lo­gi­sche Me­tho­den, so­wie Mo­del­lie­rung und Ein­zel­zell-Ana­ly­sen um her­aus­zu­fin­den, wie die­se Pro­zes­se durch ihre Um­ge­bung re­gu­liert wer­den und da­mit wie­der­um Ein­fluss auf glo­ba­le bio­geo­che­mi­sche Kreis­läu­fe neh­men. Un­ser Ziel ist es, grund­le­gen­de neue In­for­ma­tio­nen über die mi­kro­bi­ell ge­steu­er­ten Pro­zes­se im Meer zu lie­fern. Letzt­end­lich be­ein­flus­sen die­se Pro­zes­se die Che­mie und Bio­lo­gie des Mee­res, so­wie das Kli­ma. Die neu­en Er­geb­nis­se sind zen­tra­ler Be­stand­teil von Erdsystemmo­del­len, die mög­li­che Ver­än­de­run­gen durch mensch­li­che Ak­ti­vi­tät vor­her­sa­gen.

Herzlichen Glückwunsch an eine der Pionierinnen der Biogeochemie-Gruppe, unsere Technikerin Kirsten Imhoff.... Seit nun 25-jahren unterstützt Kirsten mit ihrem umfangreichen Wissen und hervorragenden Laborkenntnissen die WissenschaftlerInnen der Biogeochemie. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre.

Neuigkeiten

3. Juni 2019

Schlüsselorganismen im marinen Stickstoffkreislauf können Cyanat und Harnstoff nutzen.

Die ammoniakoxidierende Archäen, oder Thaumarchaeota, gehören zu den am häufigsten vorkommenden marinen Mikroorganismen. Dennoch entdecken wir immer wieder neue Faktoren, die es ihnen ermöglichen, im Meer zu gedeihen: Eine neue Veröffentlichung zeigt, dass Thaumarchaeota im Meer einen vielseitigeren Stoffwechsel haben als bisher angenommen, so können sie Cyanat und Harnstoff als alternative Substrate verwenden. https://www.nature.com/articles/s41564-018-0316-2

24. Oktober 2018

N2O-Produktion aus küstennahen sandigen Sedimenten

In einer kürzlich (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/1462-2920.14385) veröffentlichten Studie beschreiben H. Marchant und Kollegen, wie die mikrobielle Aktivität in sandigen Sedimenten zu erheblichen Emissionen des starken Treibhausgases Lachgas (N2O) führen kann. Sie zeigen, dass verschiedene Schritte der Denitrifikation von verschiedenen Mitgliedern der mikrobiellen Gemeinschaft durchgeführt werden. Insbesondere unterscheiden sich die Mikroorganismen, die N2O produzieren, sehr von den Mikroorganismen, die N2O aufnehmen. Zudem reichert sich N2O in dem Porenraum des Sediments an, und ein Teil des gelösten Gases wird dann in die Wassersäule transportiert und letzendlich an die Atmosphäre abgegeben. Sandige Sedimente bedecken bis zu 50 % der Kontinentalschelfe und bilden einen integralen Bestandteil des Land-Ozean Kontinuums, aber in der Vergangenheit wurden Prozesse im Sand, insbesondere die Biogeochemie und Mikrobiologie nur unzureichend studiert. Die aktuelle Arbeit ist Teil unserer laufenden Forschung zu diesen faszinierenden mikrobiellen Hotspots.

H. Marchant collecting water column samples
H. Marchant beim beproben der Janssand Sandbank; rechts: Die selbe Sandbank 7 Stunden später.
 
Back to Top