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Abteilung Molekulare Ökologie

 

Die Ab­tei­lung Mo­le­ku­la­re Öko­lo­gie erforscht un­ter Lei­tung von Rudolf Amann die Vielfalt, Zu­sam­men­set­zung und Funk­ti­on von Mikroben­ge­mein­schaf­ten in den Meeren. Wir sind fas­zi­niert davon, wie Einzeller die großen biogeochemischen Stoffkreisläufe von Elementen, wie Kohlenstoff, Stickstoff und Schwefel, katalysieren. Diese untersuchen wir so­wohl im fla­chen Wat­ten­meer als auch im of­fe­nen Oze­an - von der lichtdurchfluteten Ober­flä­che bis zu den hei­ßen und kal­ten Quel­len der Tief­see.

Mo­le­ku­la­re Öko­lo­gie Kern­grup­pe

Lan­ge be­vor Pflan­zen und Tie­re sich ent­wi­ckelt hat­ten, präg­ten ein­zel­li­ge Mi­kro­or­ga­nis­men das Ge­sicht un­se­rer Erde und blie­ben seit­dem es­sen­ti­ell wich­tig für die Be­wohn­bar­keit un­se­res blau­en Pla­ne­ten. Nu­kle­in­säu­re-ba­sier­te Tech­ni­ken öff­nen heute das Tor zur Ent­de­ckung der vol­len Di­ver­si­tät ma­ri­ner Mi­kro­or­ga­nis­men. Mit Me­tho­den der Kul­ti­vie­rung wurden bisher ei­ni­ge tau­send Arten von Bacteria und Archaea be­schrie­ben, jedoch finden wir die mo­le­ku­la­ren Fin­ger­ab­drücke von Mil­lio­nen von Mi­kro­or­ga­nis­men in der Umwelt. Obwohl die Hoch­durch­satz-Se­quen­zie­rung schnell viel Information zum Ar­ten­reich­tum und zur Ar­ten­ver­tei­lung liefert, bleibt die Quan­ti­fi­zie­rung ein­zel­ner Spe­zi­es in der Um­welt eine Her­aus­for­de­rung. Wir ver­wen­den die Fluo­res­zenz-in-situ-Hy­bri­di­sie­rung für die mi­kro­sko­pi­sche Iden­ti­fi­zie­rung von ein­zel­nen Zel­len und ih­re Lo­ka­li­sie­rung in der Um­welt. Ver­glei­chen­de Ge­nom­ana­ly­sen und das Ver­fol­gen der Aufnahme von Sub­straten er­lauben uns die phy­sio­lo­gi­sche Rol­le und das bio­che­mi­sche Po­ten­ti­al von nicht-kul­ti­vier­ten Bacteria und Archaea ab­zu­lei­ten. Un­ser Ziel ist es, über die quan­ti­ta­ti­ve Be­schrei­bung von mi­kro­bi­el­len Ge­mein­schaf­ten hinaus zu ge­hen. Wir tref­fen Vor­aus­sa­gen über die ökologische Ni­sche ma­ri­ner Mi­kro­or­ga­nis­men und tes­ten die­se Hy­po­the­sen in der Um­welt, in­dem wir ta­xo­no­mi­schen Grup­pen Funk­tio­nen im jeweiligen Habitat zu­ordnen.

Mi­kro­bi­el­le Ge­no­mik und Bio­in­for­ma­tik

Die Mi­kro­bi­el­le Ge­nom­for­schungs- und Bio­in­for­ma­tik Grup­pe ist im Be­reich der Um­welt­ge­no­mik tä­tig und er­forscht das ge­ne­ti­sche Po­ten­zi­al von ma­ri­nen Mi­kro­or­ga­nis­men, um de­ren Funk­tio­nen und An­pas­sungs­fä­hig­kei­ten bes­ser ver­ste­hen zu ler­nen.

Aktuell

"Wir gratulieren David Probandt zur erfolgreichen Verteidigung seiner Doktorarbeit" [18.10.17]

PhD defense
© D. Probandt / MPI-MM

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Pro­bandt D., et al., (2017). Mi­cro­bi­al life on a sand grain: from bulk se­di­ment to sin­gle grains. ISME J. Epub ahead of print.

 

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Meier, D.V., et al., (2017). Niche par­ti­tion­ing of di­verse sul­fur-ox­id­iz­ing bac­teria at hy­dro­thermal vents. ISME J. 11: 1545-1558.

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Reintjes, G., et al., (2017). An al­ter­na­ti­ve po­ly­sac­cha­ri­de uptake me­cha­nism in ma­ri­ne bac­te­ria. ISME J. 11: 1640-1650.

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Avci, B., et al., (2017). Ge­n­omic and physiolo­gical ana­lyses of ‘Reinekea forsetii’ re­veal a ver­sat­ile op­por­tun­istic life­style dur­ing s...

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Aktualisiert am 04. Dezember 2017

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