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Arbeitsgruppe Durchflusszytometrie

 

Wissenschaftler

Ombudsmann

Arbeitsgruppe Durchflusszytometrie

PD Dr. Bernhard Fuchs

MPI für Marine Mikrobiologie
Celsiusstr. 1
D-28359 Bremen

Raum: 

2222

Telefon: 

+49 421 2028-935

PD Dr. Bernhard Fuchs

Über unsere Gruppe

Für die molekularbiologische Forschung stellt die Durchflusszytometrie eine wichtige Ergänzung dar. Die Fähigkeit, Tausende von Zellen pro Sekunde zu analysieren und gleichzeitig multiple Parameter aufzunehmen, macht die Durchflusszytometrie zu einem Standardwerkzeug in der Planktonforschung. Zusätzlich ermöglich die durchflusszytometrische Sortierung eine physikalische Trennung und kultivierungsunabhängige Anreicherung von wohldefinierten Zellpopulationen.

In unserer Arbeitsgruppe verbessern wir ständig unsere durchflusszytometrischen Methoden und verknüpfen sie mit neuen molekularbiologischen Ansätzen, um tiefere Einblicke in die jeweilige ökologische Rolle von Mikroorganismen in verschiedenen marinen Habitaten zu gewinnen.

Was ist Durchflusszytometrie?

Allgemein gesprochen ist Durchflusszytometrie die Vermessung einzelner Zellen in einem Wasserstrahl.

Wir nutzen die Durchflusszytometrie routinemäßig, um Zellzahlen in Seewasserproben und in Zellkulturen zu quantifizieren. Dabei können fluoreszierende Pigmente aller Art wie Chlorophylle und Carotinoide, die typisch für Blaulagen und Mikroalgen sind, genauso detektiert werden wie Fluoreszenzfarbstoffe, die spezifisch sind für DNA, Proteine oder andere Zellbestandteile, wie z.B. die Zellmembran. Zellen, die bestimmte Eigenschaften besitzen, können so mit hoher Geschwindigkeit in hoher Reinheit aussortiert und weiter molekularbiologisch analysiert werden.

Eine vereinfachte Darstellung eines Durchflusszytometer mit Sortiereinheit finden Sie unten.

Prinzip eines Durchflusszytometers
Prinzip der durchflusszytometrischen Analyse und Sortierung
© B. Fuchs / Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie

In der Probe suspendierte Zellen werden in die Hüllflüssigkeit (sheath) injiziert. Die Zellen werden durch die Düse in die Mitte des Wasserstrahls fokussiert und verlassen die Düse wie Perlen auf einer Schnur. Dadurch passieren die Zellen einzeln den Laserstrahl. Die Signale der Zellen werden durch Linsen (nicht gezeigt) auf die Detektoren fokussiert, detektiert und über eine Rechnereinheit aufgenommen. Zellen, die definierte Bedingungen erfüllen, werden im Abrisspunkt mit ihrem Tröpfchen geladen. Die geladenen Tröpfchen mit den Zellen werden abgelenkt und landen in einem Reaktionsgefäß. Abgebildet ist hier ein Zwei-Wege-Sorter, der zwei Populationen gleichzeitig sortieren kann. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Literatur.

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